Der Teufel und die Heilige
Das Leben der Elisabeth von Thüringen als Kammermusical
Eine starke Frau, eine starke Geschichte: Das "Theater Zauberwort" präsentiert zum 800. Geburtstag Elisabeths von Thüringen ein abendfüllendes Theaterstück mit Musik, das die Zuschauer in die Welt des 13. Jahrhunderts entführt und das Leben der ungewöhnlichen Landgräfin und späteren Heiligen in künstlerischer Form nahe bringt.
Eingebettet in eine spannende Rahmenhandlung und mit hinreißenden Liedern und Balladen erlebt das Publikum, wie sich die Verhöre des Abtes Reimund von Eberbach mit Elisabeth nach und nach in ein existentielles und ergreifendes Zwiegespräch über den Glauben, die Liebe und die Hoffnung verwandeln. Historie als Erlebnis.
"Der Teufel und die Heilige" ist so konzipiert, dass es sowohl auf Bühnen, als auch in Kirchen aufgeführt werden kann. Das Ensemble bringt - wenn benötigt - eine komplette Licht- und Tonanlage mit.
Inhalt
1233: Zu Beginn des Jahres reist Abt Raimund von Eberbach widerwillig nach Marburg, um dort als Kommissar Zeugen zu verhören, die die Wunder der verstorbenen Elisabeth miterlebt haben sollen. Schwer krank und vom Leben enttäuscht, möchte er als "Advocatus diaboli" dem ganzen "Heiligen Firlefanz" ein Ende bereiten. Doch dann tritt ihm völlig unerwartet Elisabeth selbst entgegen, um über ihr Leben Rechenschaft abzulegen.
Erstaunt stellt Raimund fest, dass die arpadische Prinzessin gar kein Interesse daran hat, heilig gesprochen zu werden. Sie ist schüchtern und der festen Überzeugung, dass all ihr diakonisches Handeln und ihre Barmherzigkeit nur eine natürliche Reaktion auf ihre komplizierten Familienverhältnisse und den Verlust ihrer großen Jugendliebe Ludwig darstellen: "Mit ihm ist mir die Welt gestorben." Gebannt versucht der Abt, dem Geheimnis Elisabeths auf den Grund zu kommen.
Im Ringen der beiden um die Wahrheit taucht das Stück "Der Teufel und die Heilige" tief in die leidenschaftliche und bewegende Biographie Elisabeths ein und zeigt ihre ganze Menschlichkeit, aber auch die gesellschaftlichen Umstände auf, mit denen sie damals zu kämpfen hatte. Es entsteht ein faszinierendes historisches Porträt, das die spätere Heilige ganz neu lebendig werden lässt. Überliefert ist übrigens, dass der Kommissar Raimund von Eberbach in Marburg am Grab Elisabeths von seinem schweren Rückenleiden geheilt wurde.
Daten
Konzept: Theaterstück mit Liedern
Dauer: 90 Minuten
Mitwirkende: 2 Schauspieler, 1 Pianist
Raimund: Fabian Vogt
Elisabeth: Miriam Küllmer-Vogt
Klavier: Peter Krausch / Rene Rudisile
Text: Fabian Vogt und das Theater Zauberwort
Musik: Fabian Vogt, Verena Küllmer, Daniel Baginski, Peter Krausch, Rene Rudisile
Regie: Fabian Vogt
Kosten: 1100 Euro + Fahrtkosten
Die gleichnamige CD ist über das Theater Zauberwort erhältlich.
